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Die Geschichte des Niedersächsischen Landesrechnungshofs

Die Finanzkontrolle hat in Deutschland eine dreihundertjährige Geschichte. Als Geburtsjahr gilt das Jahr 1707, in dem die Sächsische Oberrechenkammer in Leipzig errichtet wurde. Dahinter stand ursprünglich das Anliegen des Königs, seine Beamten zu kontrollieren.
Auch andere deutsche Länder hatten bald solche Einrichtungen. Parallel zur Entwicklung der konstitutionellen und später der parlamentarisch-demokratischen Staatsform bildeten sich so die Vorläufer unserer heutigen staatlichen externen Finanzkontrolle.
1871, nach der Gründung des deutschen Kaiserreiches, entstand der Rechnungshof des Deutschen Reiches. Aufgrund der föderalen Struktur des Reiches gab es daneben weiterhin die Rechnungshöfe der Länder. 1937 wurden im Rahmen der nationalsozialistischen Gleichschaltung fünf von ihnen als Außenabteilungen in den Reichsrechnungshof integriert, die übrigen wurden aufgelöst.
Nach dem Zusammenbruch 1945 übertrug die Besatzungsmacht die Aufgaben der Finanzkontrolle in der britischen Zone zunächst einem Zonenrechnungshof am Sitz der ehemaligen Außenabteilung Hamburg.
Eine Zweigstelle dieser Kontrolleinrichtung zog am 2. Juni 1947 nach Hildesheim. Aus dieser Zweigstelle ist der Niedersächsische Landesrechnungshof hervorgegangen.
Am 25. Juni 1948 beschloss der Niedersächsische Landtag das "Gesetz über die Errichtung eines Rechnungshofes und die Rechnungsprüfung für das Land Niedersachsen". Das Gesetz trat am 6. Juli 1948 in Kraft. Erster Präsident war Dr. Hermann Härtig.
Der Rechnungshof war zunächst in angemieteten Räumen in Hildesheim untergebracht. Im Jahre 1964 bezog der Rechnungshof ein eigenes Dienstgebäude in Hildesheim.
Erst 1991 wurde mit der Änderung des Gesetzes über den Niedersächsischen Landesrechnungshof Hildesheim als Sitz festgelegt.
Zum 1. Februar 1998 wurden dem Rechnungshof die fünf Vorprüfungsstellen der damaligen Bezirksregierungen und des Landesverwaltungsamtes als "Staatliche Rechnungsprüfungsämter" nachgeordnet.
Um die Zusammenarbeit im Rechnungshof zu verbessern, wurden zum 1. Januar 2004 diese Ämter wieder aufgelöst und als Außenstellen in den Rechnungshof integriert.

Mit Auflösung der Niedersächsischen Kommunalprüfungsanstalt zum 31. Dezember 2010 gingen deren Aufgaben ab dem 1. Januar 2011 auf die Präsidentin oder den Präsidenten des Landesrechnungshofs über.

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